Wie Spinnen sogar bei Flaute fliegen

Erstaunliche Physik verbirgt sich hinter vielen alltäglichen Dingen. habe es viele Jahre gespürt Hans Joachim Schlichting er geht diesen phänomenen nach und stellt sie in seiner kolumne den lesern von »Scientific Spectrum« vor. Schlichting ist Professor für Didaktik der Physik und arbeitete bis zu seiner Emeritierung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Solche Probleme können beseitigt werden, indem die Auswirkungen des sogenannten atmosphärischen Potentialgradienten berücksichtigt werden. Die Rede ist von den Ladungsunterschieden zwischen Atmosphäre und Boden: Die mehr als 70 Kilometer hohe Ionosphäre ist überwiegend positiv geladen, während die Erdoberfläche negativ geladen ist. Der Unterschied betrifft das gesamte Gebiet. Im Vergleich dazu ist die ungestörte Atmosphäre über der Erde positiv geladen, sodass zwischen einem Punkt auf der Erde und einem Punkt in der Luft darüber eine elektrische Spannung anliegt. Immerhin können es rund 100 Volt pro Meter sein. Die Stärke des Effekts ist jedoch unterschiedlich und stark wetterabhängig.

Auch Lesen :  Massenaussterben: Das tödliche Trio des Klimawandels

Fühlen Sie sich wohl bei elektrischen Feldern

Die gegenseitige Abstoßung der von der Spinne ausgesandten Fäden zeigt, dass auch die Seidenfäden elektrisch geladen sind. Daher gibt es zwangsläufig eine Wechselwirkung zwischen ihnen und dem Flugfeld, die Bewegung verursacht. Aber wie kann die Spinne im Voraus wissen, ob die Kräfte stark genug sind, um ihn und sein Netz zu tragen? Dazu müssen elektrische Felder wahrgenommen und nach ihrer Stärke beurteilt werden. Dass das zumindest einige Insekten können, ist seit Jahren bekannt.

Auch Lesen :  Blitze erzeugen überraschende Chemikalien - Spektrum der Wissenschaft

2018 untersuchten Erica Morley und Daniel Robert von der University of Bristol, wie Spinnen auf Felder reagieren. In Laborexperimenten wurden Blätterdachspinnen (Linyphiidae) elektrischen Feldern ausgesetzt, deren Stärke denen in der Atmosphäre unter verschiedenen Wetterbedingungen entsprach. Tatsächlich reagierten Spinnen mit klaren Vorbereitungen auf den Flug. Aufsteigende Tiere gewannen oder verloren an Höhe, indem sie die Felder ein- und ausschalteten. Für den Anstieg kann also nicht nur der aerodynamische Auftrieb verantwortlich sein, sondern auch die elektrische Wechselwirkung zwischen Tieren und äußeren Feldern muss eine Rolle spielen. Die Bewegung bestimmter Schnurrhaare auf der Körperoberfläche der Tiere als Reaktion auf elektrische Felder deutet darauf hin, dass diese sogenannten Trichobothrien es den Spinnen ermöglichen, die Felder zu spüren.

Auch Lesen :  Apple Music, TV+ und One: Preiserhöhung bei Streaming-Abos

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button