Was macht eigentlich Andreas Türck?

TV-Moderator Andreas Türck im Juni
TV-Moderator Andreas Türck im Juni dpa/Georg Wendt

Es war der Tiefpunkt seines bis dahin überaus erfolgreichen Lebens: Der bekannte Fernsehmoderator und Musiker Andreas Türck musste sich 2004 gegen eine Anklage der Staatsanwaltschaft Frankfurt wehren: Ein Bankangestellter hatte ausgesagt, ihn gezwungen zu haben zu leisten. Oralsex vor drei Jahren. Türck beteuert seine Unschuld. Zwei Experten äußerten ernsthafte Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers. Türck wurde freigesprochen, aber sein Ansehen war nachhaltig geschädigt, zumal der Vorsitzende Richter Mitleid mit dem Opfer empfand und keine Anhaltspunkte sah, die von einer Gewalttat gesprochen hätten. Nach deutschem Recht gibt es keine Unschuld aus zweiter Hand, aber dieser Eindruck ist in der Öffentlichkeit geblieben.

2012 versuchte Türck ein kleines TV-Comeback als Wissenschaftsmoderator, doch die Zeit des großen Ruhms mit täglichen Talkshows war lange vorbei. Nun versucht sich der 54-Jährige erneut als Musiker – und bekommt reichlich Unterstützung aus der Schlagerbranche.

Auch Lesen :  Streit um Macht in der Deutschen Eislauf-Union - Sport

Der erste Song, den Andreas Türck seit 20 Jahren aufgenommen hat

Sein Comeback passt gut zur Retro-Welle der 90er: Der ehemalige Talkshow-Moderator Andreas Türck hat zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder einen Song aufgenommen. Sein neuer Song heißt “Sorry, John”, wie der 54-Jährige mitteilte. Der Song ist ab diesem Freitag auf Mainstream-Streaming-Diensten zu finden. Er wolle dringend darauf aufmerksam machen, dass es eine bessere Welt für Kinder geben müsse, sagt Türck: „Uns läuft die Zeit davon. Wir müssen jetzt handeln, um unseren Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen. Und das ist nicht nur eine.“ Zeile in meinen Texten, davon bin ich überzeugt. Dazu möchte ich mit dem neuen Song und meiner Popularität beitragen – denn jeder kleine Schritt zählt.“

Auch Lesen :  Abschied von den Benin-Bronzen: Die ungewisse Zukunft der Artefakte aus Deutschlands Völkerkundemuseen

Geschrieben und produziert hat der Hamburger Türck den Song zusammen mit dem Musikproduzenten und Echo-Preisträger Henrik Menzel, der unter anderem mit Udo Lindenberg, Princes und Till Brönner zusammengearbeitet hat. Im Song „Sorry, John“ schlägt Türck einen nachdenklichen Ton an. Er singt auf Englisch: “We’re running out of time – but I know we can make it anywhere.”

1300 TV-Sendungen hatte Andreas Türck moderiert, jetzt entschuldigt er sich bei John Lennon

Anstoß für das Projekt sei der 50. Jahrestag von John Lennons Friedenshymne „Imagine“ gewesen, sagte Türck. Er wollte sich mit “I’m sorry, John” für den beunruhigenden Zustand der Welt entschuldigen. Mit seinem Sohn, dem er den neuen Song widmet – und mit seinem Idol John Lennon.

Türck ist vor allem durch seine gleichnamige ProSieben-Show (1998-2002) bekannt, er moderierte aber auch viele andere Sendungen wie „Lovestories“ oder „Abenteuer Leben“. Nach eigenen Angaben hat er insgesamt 1300 Fernsehsendungen gedreht. Seit einigen Jahren ist er besonders unternehmerisch aktiv und engagiert sich auch in den Bereichen Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button