Turn-WM in Liverpool: Rebeca Andrade ist Weltmeisterin im Mehrkampf

Ort: 03.11.2022 22:08 Uhr

Medaillen für Frauen bei den Turnweltmeisterschaften in Liverpool. Karina Schönmaier ist die einzige deutsche Angreiferin.

In Abwesenheit von Olympiasiegerin Sunisa Lee aus den Vereinigten Staaten boten die besten Turner der Welt einen spannenden Wettkampf. Vor rund 9.000 Zuschauern in der M&S Bank Arena in Liverpool holte sich die Brasilianerin Rebeca Andrade (56.899) den Weltmeistertitel. Silber ging an Shilese Jones aus den USA (55,399 Punkte), während Jessica Gadirova aus Großbritannien Bronze (55,199) gewann. Für den Brasilianer ist es nach seinem WM-Gold im vergangenen Jahr der zweite WM-Titel.

So arbeiten Frauen quer durch die Turnweltmeisterschaften

24 Turnerinnen schafften es ins Finale. In vier Runden messen sie sich in verschiedenen Disziplinen: Boden, Sprung, Stufenbarren und Schwebebalken. Sechs Athleten starten mit einer Runde von jedem Gerät. Die gesamte Gruppe rotiert dann zum nächsten Gerät. Am Ende gewinnt die Turnerin mit den meisten Punkten.

Rebeca Andrade zeigte ihren besten Sprung

Wenig überraschend überzeugte Rebecca Andrade in ihrer ersten Meisterschaft von Anfang an. Der Voltigier-Olympiasieger aus Tokio gab der Konkurrenz an seinem Lieblingsgerät in Liverpool keinen Vorsprung und übernahm nach dem ersten Durchgang mit 15,166 Punkten den vorläufigen Spitzenplatz. Hinter den Brasilianern lagen Weltmeister aus den USA, Jade Carey und Shilese Jones mit 14,733 und 14,233 Punkten.

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Am Stufenbarren war Shilese Jones beeindruckend

Auch am Stufenbarren ging der Kampf zwischen Brasilien und den USA weiter. Rebeca Andrade zeigte eine gute Kür und konnte den zweiten Platz mit 13.800 Punkten verteidigen. Doch ihre amerikanische Konkurrentin Shilese Jones holte sie ein. Bei höherem Schwierigkeitsgrad beendete er seine Übung mit 14.366 Punkten, der Bestnote an diesem Gerät, das den Brasilianer drückte. Jones’ Partnerin Jade Carey zeigte den meisten Freestyle der drei und musste sich mit einer Punktzahl von 13,166 zufrieden geben. Es scheint, dass der Kampf zwischen den beiden Seiten hier zu einem Kampf geworden ist.

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Duell um den Titel

Brasilien vs. USA ging per Shootout in die nächste Runde. Diesmal gibt es ein besseres Ende für Rebeca Andrade. Er zeigte die zweitschwerste Übung des Abends und baute mit 13,533 seinen Vorsprung auf den Amerikaner aus, der sich mit einer guten, aber nicht zu schweren Übung den zweiten Platz mit 13,100 sicherte. Jade Carey musste sich von ihren Medaillenträumen verabschieden, nachdem sie im Kugelstoßen gescheitert war. Die Britin Alice Kinsella hingegen zeigte an ihrem dritten Gerät mit 14,166 eine starke Leistung und sicherte sich dabei Bronze. Dicht gefolgt von ihrer Partnerin Jessica Gadirova, die mit 13.733 die zweitbeste Übung am Schwebebalken absolvierte.

Spannende letzte Etage

Die Medaillen wurden in der Finalrunde am Boden entschieden. Der Brasilianer zeigte mit 14,400 die stärkste Kür des Abends zum Weltmeistertitel. Am Ende lag sie 1,5 Punkte hinter der Zweitplatzierten Shilese Jones, die sich am Boden geschlagen geben musste. Die Britin Jessica Gadirova war am Boden genauso stark wie die Brasilianerin und überholte ihre Landsfrau Alice Kinsella, um Dritte und ihre erste Einzelmedaille bei den Weltmeisterschaften zu werden.

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Schönmaier auf Nummer 22

Karina Schönmaier, die nach dem Ausfall anderer Turnerinnen am Ende der ersten 24 lag, startete ihren Zirkel am Schwebebalken und musste sich nach einigen Wacklern mit 11,666 Punkten begnügen. Dadurch blieb er in seiner Qualifikationsleistung leicht zurück und wurde Dritter von unten hinter dem ersten Gang. Nichts änderte sich nach ihrer Bodenübung, die schwächer war als die 12,566 vom Sonntag. Die Deutsche erzielte am Sprung mit 13.066 Punkten ihr bestes Ergebnis des Wettkampfes. Am Ende des Wettkampfs war sie mit ihrer Stufenbarrenübung mit einer Punktzahl von nur 12,133 unzufrieden. Karina Schönmaier belegte mit 49.431 Punkten den 22. Platz. Aber für den 17-Jährigen ist das Erreichen des Endes bereits ein Erfolg.

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