Teurer Truthahn zum US-Feiertag: Kosten für Thanksgiving-Menü explodieren

Teure Truthähne für US-Feiertage
Thanksgiving-Dinner kostet in die Höhe

Eines der wichtigsten Familienfeste in den USA steht an: Thanksgiving. Für viele beinhaltet das Festival ein traditionelles Menü rund um gebratenen Truthahn. Die Kosten dafür kalkuliert die Bauernlobby seit mehr als drei Jahrzehnten – und sie steigen in diesem Jahr deutlich an.

Thanksgiving ist einer der wichtigsten Feiertage in den Vereinigten Staaten. Der amerikanische Thanksgiving Day ist neben Weihnachten das Familienfest in den Staaten – schon in den Tagen davor ist das Reiseaufkommen besonders hoch. Auch das Festival am kommenden Donnerstag läutet für die meisten Amerikaner ein langes Wochenende ein. Sogar die Wall Street in New York schloss und handelte am nächsten Tag nur kurz. Ein fester Bestandteil dieses Familientages ist das Essen – und dazu gehört oft auch der Truthahnbraten. Die für das Menü anfallenden Kosten berechnet das Landwirtschaftsamt jedes Jahr – nach eigenen Angaben zum 37. Mal seit 1986. Und in diesem Jahr ist der Preissprung besonders hoch und liegt deutlich über der Inflationsrate von zuletzt 7,7 Prozent.

Nach Angaben der Farmers’ Lobby Association belaufen sich die Gesamtkosten pro Person für eine Gruppe von zehn Personen in diesem Jahr auf 64,05 $. Dies ist eine 20-prozentige Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als aufgelaufene Ausgaben mit 53,31 $ ausgewiesen wurden. Besonders die Türkei macht einen Unterschied: Der Durchschnittspreis für einen 16-Pfund-Vogel (knapp 7,3 Kilogramm) stieg um 21 Prozent auf 28,96 Dollar. Zum Vergleich: Anfang Oktober prognostizierte der Bundesverband der Bauerngänsezucht einen Kilopreis für weihnachtliche Hausgänse von knapp 19 Euro.

Rabattaktionen ziehen Spätentscheider an

Aber zurück zu den Vereinigten Staaten: Die Tüte mit Putenfüllung war den Angaben zufolge sogar um 69 Prozent teurer. Tortenboden und Schlagsahne sind um mehr als ein Viertel teurer geworden. Zu den Gründen gehören die hohe Inflation und unterbrochene Lieferketten, wird der Chefökonom des Farm Bureau, Roger Cryan, zitiert.

Experten machen Last-Minute-Shoppern jedoch Hoffnung: In der vergangenen Woche ist der Preis pro Pfund für gefrorenen Truthahn um 14 Prozent auf 95 Cent gefallen. Gleichzeitig ist der Anteil der Geschäfte, die Rabattaktionen anbieten, gestiegen. Die zweite gute Nachricht: Es gibt genug Puten für die Bevölkerung.

Den Angaben zufolge enthielt die Einkaufsliste des Farm Bureau, die zur Berechnung des Gesamtpreises für das Essen von zehn Personen verwendet wurde, auch Süßkartoffeln, Brötchen, Erbsen, Preiselbeeren, Kürbiskuchen, Kaffee und Milch. Insgesamt zwölf Punkte stehen auf der Einkaufsliste für ein klassisches Menü.

Experten schätzten zusätzliche 17,25 US-Dollar für ein erweitertes Feiertagsmenü mit Schinken, Russet-Kartoffeln und gefrorenen Bohnen zu einem Gesamtpreis von 81,30 US-Dollar. Hier betrug der Zuwachs im Jahresverlauf noch 18 Prozent.

Nicht zuletzt weist das Farm Bureau auf regionale Unterschiede hin: Das klassische Thanksgiving-Menü ist im Süden des Landes für unter 60 Dollar zu haben. Im Westen hingegen sollten Familien mehr als 70 Dollar einplanen. Die nationalen Durchschnittskosten wurden anhand von 224 Umfragen mit Preisdaten aus allen 50 Bundesstaaten plus Puerto Rico berechnet.

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