OMV: So wirkt sich das Russland-Geschäft negativ…

Besonders wichtig für die Diversifikation ist Erdgas aus Norwegen, das OMV teilweise selbst produziert. Ob die Gasversorgung für den nächsten Winter 2023/24 gelingt, hängt von Faktoren ab, die „außerhalb Ihrer Kontrolle“ liegen, darunter wie mild dieser Winter wird und wie hoch die Speicherstände am Ende der Heizsaison sein werden.

Seit dem Einmarsch Putins in die Ukraine gehört Russland nicht mehr zu den Hauptregionen der OMV und es fanden keine neuen Aktivitäten statt. Wie es weitergeht, ist offen. Die OMV prüfe alle Optionen bis hin zu einem Verkauf, der sich derzeit aufgrund der sich ändernden Rechtslage in Russland als sehr schwierig gestalte, sagte Stern gegenüber der APA.

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Die derzeit außerordentlich hohen Gewinne veranlassten den Vorstand der OMV am Donnerstagabend, den Aktionären eine Sonderdividende von 2,25 je Aktie vorzuschlagen. Von den insgesamt 736 Mio. Euro erhält die Landesholding ÖBAG rund 232 Mio. Euro und der Staatsfonds aus Abu Dhabi, Mubadala, 183 Mio. Euro.

Stern wich der Frage aus, ob er davon ausgehe, dass die Sonderdividende bedeute, dass die Regierung die Gewinne nicht drossele. „Wir würden die Sonderdividende nicht vorschlagen, es sei denn, wir wüssten, dass sie mit unserer Geschäftstätigkeit vereinbar ist.“ Wie der in Brüssel beschlossene Solidaritätszuschlag in Österreich umgesetzt wird, weiß Stern laut Stern nicht. Er betonte, dass das Geschäft sehr konjunkturabhängig sei und hohe Gewinne notwendig seien, um durch Tiefs wie zuletzt die Corona-Krise zu kommen. Energieangebot und -nachfrage geraten derzeit aus dem Gleichgewicht, was zu extrem hohen Preisen führt. Daher sind Investitionen erforderlich, um das Angebot zu erhöhen.

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Zu den Schiefergasvorkommen, die im Weinviertel durch Fracking gefördert werden können, hat der Stern am Freitag kein kategorisches Nein mehr ausgesprochen. „In einer Energiekrise muss man alle Optionen prüfen“, sagte Stern. Eine Neubewertung hängt vom regulatorischen Umfeld und der politischen Unterstützung ab. Außerdem sollte es zeitlich und kostenmäßig machbar sein. Und die Entwicklung würde Jahre dauern und deshalb nichts bringen, blieb Stern weiterhin skeptisch. Im Weinviertel wird derzeit geprüft, ob weitere Gasvorkommen konventionell gefördert werden können und die Photovoltaik ausgebaut wird. Eine Folge der Energiekrise ist, dass die OMV Geothermieprojekte wie das im Wiener Becken beschleunigt hat.

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Die hohen Gewinne der OMV haben auch zu Forderungen nach einer Sondersteuer geführt. Greenpeace und Fridays for Future protestieren vor der Zentrale in Wien. Sie forderten Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) auf, die Krisengewinne von Öl- und Gaskonzernen zu besteuern. Das Geld muss zurück zu den Menschen in Österreich und in den Ausbau erneuerbarer Energien. Die SPÖ bekräftigte ihre Forderung nach einer überhöhten Gewinnsteuer. Die FPÖ sagte, solche Zufallsgewinne müssten vermieden werden. Das der Gewerkschaft angeschlossene Momentum Institute bezifferte den diesjährigen „Übergewinn“ auf eine Milliarde Euro alle drei Monate.

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