Krankheitswelle in Deutschland: So erkenne ich, ob mein Kind das RS-Virus hat | Leben & Wissen

Nach aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind extrem viele Kinder von einer RS-Virus-Infektion betroffen. Viele müssen im Krankenhaus behandelt werden. Intensivmediziner Florian Hoffmann: „Es ist keine Kurve mehr, sondern die Werte steigen senkrecht.“

Das RKI prognostiziert, dass die Zahlen in den kommenden Wochen weiter steigen werden. Aber was genau ist RSV? Wie gefährlich ist es und wie finde ich heraus, ob mein Kind darunter leidet – BILD beantwortet die wichtigsten Fragen!

Was ist RSV?

Das Respiratory-Syncytial-Virus ist der Erreger von Atemwegsinfektionen, die meist von November bis April auftreten. Es wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Symptome sind Husten, Schnupfen und Fieber, die häufig eine Bronchitis, Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Bronchien) oder eine Lungenentzündung verursachen.

Es ist gefährlich?

Infektionen mit dem Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) verlaufen bei Erwachsenen in der Regel harmlos. Die Krankheit kann jedoch vor allem für Säuglinge und Kleinkinder lebensbedrohlich sein. Aktuell sind viele Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren betroffen, die – auch angesichts der Corona-Pandemie und Maßnahmen dagegen – nicht mit RSV in Berührung gekommen sind.

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Gleiches gilt für ältere Kinder: Das Immunsystem wurde in dieser Zeit weniger „trainiert“ und ist nun weniger stark gegen Krankheitserreger. „Kinder erholen sich aber meist gut“, erklärt Kinderarzt Dr. Uwe Busching.

Wie erkenne ich das RS-Virus?

Die Unterscheidung zwischen einer RS-Infektion und anderen Atemwegsinfektionen ist nicht einfach. Daher wird die Infektion meist ärztlich erkannt oder durch Erregernachweis (z. B. PCR-Test) sichergestellt. Das Virus verursacht normalerweise Erkältungssymptome. Laufende Nase, trockener Husten, Niesen, Halsschmerzen, Kraftlosigkeit, Mangel an Hunger und Durst.

Bei schwererem Verlauf kommen auch Fieber und Atembeschwerden wie Heiserkeit und schweres, schnelles Atmen hinzu. Kinder haben manchmal auch trockene, kalte und fahle Haut, und Babys in den ersten anderthalb Jahren haben eine eingefallene Fontanelle.

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Kann ich mein Kind impfen?

Noch gibt es keinen Impfstoff gegen das Virus. Kleine, lebensbedrohliche Hochrisikopatienten können passiv immunisiert werden. Das bedeutet, dass ihnen Antikörper injiziert werden. Da diese nur etwa 20 Tage im Blut verbleiben, müssen sie während der kritischen Phase monatlich verabreicht werden.

Risikopatienten sind zum Beispiel Kinder mit Herz- und Lungenerkrankungen und Frühgeborene. „Für diese Kinder ist das Virus in den ersten drei Lebensmonaten besonders gefährlich, weil ihre Lunge noch in Mitleidenschaft gezogen werden kann“, erklärt Kinderarzt Büsching.

Da die Behandlung sehr teuer ist (je nach Körpergewicht des Kindes zwischen 700 und 2.000 Euro pro Injektion), wird sie nicht universell für alle Kinder eingesetzt. Büsching bestätigt: „Für gesunde Kinder hat die passive Immunisierung keinen medizinischen Nutzen.“ Da sich die allermeisten Kinder gut erholen und nicht Gefahr laufen, an dem Virus zu sterben, ist es sinnvoller, Antikörper herzustellen, die vor einer erneuten Ansteckung schützen.

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