Kanzler kritisiert Aktivisten: Scholz holt sich regelmäßig Rat von Merkel

Die Kanzlerin kritisiert die Aktivisten
Scholz lässt sich regelmäßig von Merkel beraten

Der frühere Außenminister Joschka Fischer bezeichnete das Büro als “Todeszone”. Olaf Scholz sieht das anders. Er fühle sich nicht allein und berate sich mit vielen Menschen, sagt die Kanzlerin auf der Bühne in Leipzig. Auch über seinen Vorgänger und Aktivisten spricht der SPD-Politiker mit „Tomatensaft“.

Noch immer sucht Bundeskanzler Olaf Scholz regelmäßig Rat bei seiner Vorgängerin Angela Merkel. Das sagte der SPD-Politiker auf der Bühne des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in Leipzig. „Zunächst einmal kennen wir uns schon lange und haben immer gut zusammengearbeitet, auch wenn wir in unterschiedlichen Teams spielen“, sagte Scholz. “Und das wird auch weiterhin passieren.”

Er habe aber auch viele andere Menschen zu Rate gezogen – “weit über die Regierungsparteien hinaus”, betonte Scholz und widersprach damit der These des ehemaligen Außenministers Joschko Fischer, das Amt sei eine “Todeszone”. “Ich fühle mich nicht einsam.”

„Der Imperialismus ist zurück in Europa“

Nach einem Jahr im Amt räumte der Kanzler ein, dass sein Zustand vom Krieg in der Ukraine und den Folgen für Deutschland überschattet worden sei. “Mein Gemütszustand ist natürlich sehr geprägt von diesem schrecklichen Krieg in Europa. Denn das ist es, worüber wir uns Sorgen machen müssen: Der Imperialismus ist zurück in Europa.”

Eine diplomatische Lösung zur Beendigung des Krieges ist laut Scholz derzeit nicht möglich. Putins Krieg verhindert jede Annäherung. “Mit diesem mörderischen Krieg, den wir gerade erleben”, habe Putin erst alles verhindert, was in den Gesprächen zuvor passiert sei, sagte Scholz.

Scholz sprach auch über die Aktionen von Klimaaktivisten, bei denen es zu Angriffen auf Kunstwerke in Museen kommt. „Der Protest ist legitim, aber die Form des Verfahrens finde ich nicht nachvollziehbar“, sagte Scholz. “Was hat es mit Klimaprotest zu tun, Tomatensaft auf ein teures, jahrelang geschütztes Kunstwerk zu schütten, das viele Menschen betrifft und das viele sehen wollen?”

Fairerweise sei der Protest “nicht wirklich durchdacht”, sagte Scholz. „Alle reden nur über die Aktionsform, fast alle schütteln den Kopf. Irgendwie ist das verschwunden“, betonte der SPD-Politiker. “Vielleicht könnte jemand denen, die das tun, sagen, dass sie sich etwas anderes einfallen lassen, das weniger beunruhigend ist”, schlug die Kanzlerin vor.

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