EnBW erhöht Tarife: Strom für Wärmepumpen wird teurer

Stand: 09.11.2022 15:10 Uhr

Nach den Gaspreisen erhöht die EnBW auch die Preise für die Wärmeerzeugung deutlich. Ab dem 1. Januar steigen die Tarife für Elektro-Speicherheizungen oder Wärmepumpen um durchschnittlich mehr als 60 Prozent.

Heizstrom des Energiekonzerns EnBW wird teurer: Zu Beginn des neuen Jahres steigen die Preise um durchschnittlich mehr als 60 Prozent. Das teilte das Unternehmen mit. Wärmestromtarife außerhalb der Grundversorgung ändern sich dann um einen ähnlichen Betrag. EnBW begründete die Erhöhung mit deutlich gestiegenen Anschaffungskosten.

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Für Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen wird Wärmestrom benötigt. Viele Anbieter bieten dafür spezielle Tarife an, die günstiger sind als die Preise für Haushaltsstrom. Diese sind auf teilweise niedrigere Netzentgelte und Heizstrom-Konzessionsabgaben zurückzuführen.

Die monatlichen Kosten erhöhen sich um 66 Euro

Für einen Heizstromtarif müssen Häuser über zwei unabhängige Stromzähler verfügen, sodass die Anlage den Heizstrom über einen separaten Stromzähler abrechnen kann.

Bei Elektro-Speicherheizungen ohne separate Zähler mit einem typischen Verbrauch von 6300 Kilowattstunden pro Jahr müssen Kunden laut EnBW mit Mehrkosten von rund 66 Euro pro Monat rechnen. Bei einem Haus mit Wärmepumpe und einem Jahresverbrauch von 6500 Kilowattstunden steigen die monatlichen Kosten zudem um rund 66 Euro.

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Wo der Wärmepumpenausbau anschlägt

In Zeiten der Energiekrise gelten Wärmepumpen eigentlich als kostengünstigere und klimafreundlichere Alternative zu Öl- und Gasheizungen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will bis 2030 Millionen Pumpen installieren.

Angesichts stark gestiegener Gas- und Heizölpreise in Folge des Ukraine-Krieges haben Haus- und Wohnungsbesitzer großes Interesse an Wärmepumpen, wie kürzlich eine Umfrage unter Energieberatern der Deutschen Energie-Agentur (DENA) ergab ). ).

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Danach scheitert der Einbau einer Wärmepumpe jedoch häufig an der baulichen Beschaffenheit vieler Häuser. Auch die Verfügbarkeit von Fachkräften, Lieferengpässe und hohe Kosten bremsen die Installation von Wärmepumpen im großen Stil. Und nun zeigt die Ankündigung der EnBW auch, dass die Energiekrise auch an Wärmepumpenbesitzern nicht spurlos vorbeigeht.

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