Druck im Leistungssport: Ex-Schwimmerin Dallmann gibt Einblicke

Das sind keine Einzelfälle mehr. In den letzten Jahren hat die Zahl der Sportler mit psychischen Erkrankungen zugenommen. Es war nicht immer eine Depression, der Athlet fühlte sich sehr müde, hatte keine Energie mehr und konnte und wollte dem Arbeitsdruck nicht widerstehen.

„Ich bin froh, dass es jetzt nicht in Ordnung ist, wenn ein Sportler sagt: ‚Ich fühle mich nicht nur zerrissen oder habe Bauchschmerzen, ich fühle mich auch müde und erschöpft und müde‘“, sagte Petra Dallmann im Interview mit BR24-Sport . Ehemalige Profischwimmer arbeiten als Psychologen vor allem für Sportler.

Dallmann: „Tod von Enke führt zu einem Neustart“

„Wenn wir auf das Jahrzehnt schauen, da gab es einige Sportler, die über psychische Probleme gesprochen haben. Ich erinnere mich an Sebastian Deisler. Mit dem schrecklichen Tod von Robert Enke hat in Deutschland ein Umdenken stattgefunden“, sagte der Olympia-Dritte.

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In den letzten zehn Jahren hat Dallmann rund 100 Sportler betreut. In den meisten Fällen litt sie unter Burnout, Depressionen, Angst- und Essstörungen. Gerade letzteres ist im Leistungssport häufiger anzutreffen als im kommunalen Bereich. Auch Skispringer Sven Hannawald, der 2004 erstmals über psychische Erkrankungen sprach, litt unter einer Essstörung.

Der Ausstieg aus dem Leistungssport ist schwer

Der Druck des Leistungssports entsteht unbewusst. Die wenigsten Menschen entscheiden sich für eine Laufbahn als Sportler.

„Man wächst damit auf, wenn man jung ist. Und man denkt später vielleicht, dass das, wo man gerade ist, vielleicht nicht das Richtige für einen ist.“ Petra Dallmann, ehemalige Profischwimmerin und Psychologin.

Es sei schwer, aus diesen Systemen herauszukommen: „Es ist nicht einfach, wieder herauszukommen. Daran ist eine Existenz gebunden, ein ganzes Ökosystem. Denken Sie einmal darüber nach, wie viel Zeit und Energie Sie da reingesteckt haben“, sagte der 43-Jährige -jährig. . – alter Mann.

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Während der Behandlung erlebte Dallmann jedoch, dass für den Sportler ein neuer Lebensabschnitt abseits des Sports begann. Wie bei Sebastian Deisler, ehemaliger Bayern-Spieler, der seine Karriere 2007 wegen einer psychischen Erkrankung beendete.

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Verbrennungen sind eine häufige Ursache für schwere Verletzungen

Sportler, die schwer verletzt sind, sind sehr gefährdet. „Das ist oft ein Risikofaktor für Depressionen und Angstzustände“, sagt Dallmann. Für Sportler bricht die Tagesstruktur zusammen, soziale Verbindungen werden plötzlich abgebrochen. Darüber berichtete auch Thomas Dreßen. Der Taxifahrer erlitt nach schweren Verletzungen einen Nervenzusammenbruch.

Kürzlich äußerte sich Skispringer Markus Eisenbichler zu seinem fehlenden Auto. Er suchte auch professionelle Hilfe, um wieder voll Sport treiben zu können.

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