Corona-Regel-Chaos im Nahverkehr: Wo herrscht Maskenpflicht – wo nicht?

Corona-Regeln in Deutschland
Wo gilt die Maskenpflicht noch?

Von Martin Morcinek

Die Infektionswelle rollt an, doch die Pflicht zum Tragen einer Maske über Mund und Nase gilt nicht überall. Drei Bundesländer schaffen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ab. Ein Blick auf die Deutschlandkarte zeigt, wo die Corona-Schutzmaßnahme nicht mehr gilt – und wie sich die Fallzahlen dort entwickeln.

Die Corona-Krise scheint überstanden, die Zahl der Neuinfektionen zu Beginn des Winters 2022/23 steigt nicht mehr so ​​stark an wie in den zwei Jahren zuvor – zumindest vorerst. Landespolitiker in Sachsen-Anhalt, Bayern und Schleswig-Holstein nehmen die Entwicklung zum Anlass, eine der einfachsten Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie abzuschaffen.

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in den beiden Bundesländern Sachsen-Anhalt und Bayern gilt die Maskenpflicht seit Anfang Dezember nicht mehr. In Bussen und Bahnen können Fahrgäste bis dahin auf die vorgeschriebene Schutzmaßnahme verzichten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist dort mittlerweile freiwillig und nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben. Die Landesregierung in Schleswig-Holstein will Ende des Jahres nachziehen.

Die ntv.de Deutschlandkarte gibt einen Überblick über die Maskenpflicht im Nahverkehr und zeigt die aktuelle Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz in den Bundesländern:

(Klicken Sie auf die Karte für weitere Informationen)

Die drei Bundesländer präsentieren sich damit als Vorreiter bei den Corona-Lockerungen. In Sachsen-Anhalt ist die neue Regelung, die von den bundesweit einheitlichen Regelungen abweicht, am 7. Dezember in Kraft getreten. Der Freistaat Bayern folgte am 10. Dezember. Per Kabinettsbeschluss wurde dort der geltende Erlass zum Infektionsschutz verlängert und gleichzeitig die Maskenpflicht im Nahverkehr abgeschafft.

Damit entfällt in drei der 16 Bundesländer die alteingesessene Corona-Vorgabe. „Wir bewegen uns stetig in Richtung Normalität“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther. Gleichzeitig empfahl der CDU-Politiker das Tragen einer Maske für Personen, die selbst Risikogruppen angehören, die in engem Kontakt mit Risikogruppen stehen und für Personen mit Erkältungssymptomen.

Masken im Nahverkehr sind in Deutschland bislang fester Bestandteil des Alltags von Millionen Fahrgästen: In Bayern beispielsweise trat im April 2020 die Maskenpflicht in Kraft. Ähnliche Regelungen galten bisher bundesweit. Aufgrund der Lockerungen in den drei genannten Bundesländern gibt es regional unterschiedliche Vorgaben in den Corona-Verordnungen.

Kritiker nennen es einen „Patchwork-Quilt“. In anderen Teilen Deutschlands wollen Gesundheitspolitiker die Maskenpflicht im Nahverkehr durchsetzen – auch weil noch nicht absehbar ist, wie sich die Corona-Lage im dritten Pandemie-Winter entwickeln wird. Aktuell steigen die Corona-Fallzahlen in den meisten Bundesländern wieder. Zudem stehen Arztpraxen und Kliniken derzeit unter enormem Druck durch eine ungewöhnlich starke Welle saisonaler Infektionskrankheiten.

Die Maskenpflicht sei “nicht mehr ausreichend”, sagte Bayern. Das Coronavirus sei kein wesentlicher Bestandteil von Viruserkrankungen mehr, erklärte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Beschluss der von der CSU geführten Landesregierung in München. Influenza und RS-Virus hätten einen viel höheren Anteil an Patienten in Krankenhäusern.

Corona ist kein Grund mehr?

„Die Infektionslage ist seit langem stabil“, argumentierte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zur Lage mit dem Coronavirus. Auch der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff von der CDU, verwies auf Impfungen und Impfungen der Bevölkerung.

Die Aufhebung der Maskenpflicht bedeutet nicht, dass Mund-Nasen-Schutzmasken aus dem Straßenbild verschwinden werden. In drei Bundesländern wurde lediglich die in der Corona-Verordnung verankerte Pflicht abgeschafft. Stattdessen appelliert sie an die Eigenverantwortung der Bürger. Die Regierung fordert die Menschen auf, freiwillig Masken zu tragen.

Gut sitzende FFP2-Masken schützen nicht nur vor Coronaviren und Rhinoviren, die einfache, aber unangenehme Erkältungen verursachen, sondern schützen auch wirksam vor Infektionen mit gefährlicheren Infektionskrankheiten wie Influenza (Grippe) oder RS-Virus. Im Fernverkehr, den der Bund verantwortet, gilt weiterhin die gesetzliche Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach der Entscheidung in Schleswig-Holstein aktualisiert.

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Auch Lesen :  Keine Maskenpflicht mehr in Bussen und Bahnen in SH | NDR.de - Nachrichten

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