BGH prüft Schummel-Software: Für Computerspiele zulässig?

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BGH prüft Cheat-Software: Sind Computerspiele erlaubt?

Ein Messebesucher spielt am Eröffnungstag der E3 Expo 2009 in Los Angeles die PSP Go. Ein Messebesucher spielt am Eröffnungstag der E3 Expo 2009 in Los Angeles die PSP Go.

Ein Messebesucher spielt am Eröffnungstag der E3 Expo 2009 in Los Angeles die PSP Go.

Quelle: Andrew Gombert/epa/dpa

Du kannst die Level einfach nicht schlagen? Externe Programme helfen Computerspielern mit zusätzlichen Funktionen und Tricks, die eigentlich nicht für sie gedacht sind. Ob dies erlaubt ist, ist noch nicht bekannt.

SSuperkräfte, mehr Spieloptionen, längere Lebensdauer: Mit Hilfe sogenannter Drittanbieter-Software können PC-Gamer die etablierten Beschränkungen umgehen, aber ist solche Software überhaupt erlaubt? Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft dies umgehend. Playstation-Hersteller verklagte Sony. Es fordert Schadensersatz von den Entwicklern und Anbietern betrügerischer Software wegen Urheberrechtsverletzungen.

„Cheat“ ist ein englisches Verb und bedeutet betrügen oder täuschen. In diesem speziellen Fall handelt es sich um ein Rennspiel für eine mobile Spielekonsole (PlayStation Portable), das nicht mehr produziert wird. Dank der Zusatzfunktionen der Chet-Software konnten die Spieler beispielsweise „Turbo“ ohne Einschränkungen nutzen oder nur von Anfang an verfügbare Treiber mit einem Highscore auswählen.

„Der Programmierer hat das nicht so geplant“, sagte Anwalt Bernhard Arnold, der Sonys Playstation-Tochter vor Vorinstanzen vertritt. Allerdings sei Chat-Software ein Problem für die gesamte Branche, aber auch für die Spieler: „Es ist wichtig, dass die Regeln für alle gleich sind, damit das Spiel interessant und die Ergebnisse vergleichbar bleiben.“

Christian Tribe, ein Anwalt des Softwareentwicklers, sagte dem Gesetzgeber. Ihm war wichtig, dass Computerprogramme miteinander kommunizieren können – und den Wettbewerb gegen mächtige Hersteller zu fördern.

Rechtlich kommt es darauf an, ob ein Spiel „nachbearbeitet“ wird oder nicht – was urheberrechtlich verboten ist. Die einzelne Spielidee ist jedoch nicht geschützt.

Aber was bedeutet „Recycling“? Das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg hat kürzlich die Klage von Sony abgewiesen. Die dortigen Schiedsrichter waren der Meinung, dass die Software nur den Spielfluss störte. Der Quellcode und die interne Struktur blieben unverändert.

Sonys BGH-Anwalt Christian Ronke sagte bei der Anhörung in Karlsruhe, das Oberlandesgericht habe den Sachverhalt falsch verstanden. So sagt das Spiel zum Beispiel, dass man den Turbobooster nur zehnmal benutzen darf, sonst explodiert das Auto wegen Überhitzung. Der Ersteller wollte, dass diese Funktion strategisch eingesetzt wird. Aber die Software deaktiviert die Berechnung im Hauptspeicher. – Dies wird ein anderes Spiel sein.

BGH-Anwalt Thomas von Plehwe sagte, für die Entwicklungsgesellschaft seien lediglich die Spielregeln nicht eingehalten worden. Die Kläger bestreiten dies.

Der Vorsitzende Richter Thomas Koch stellte fest, dass sein Senat betrügerische Software nicht als unzulässige „Nachentwicklung“ ansehe. Da es EU-Recht betrifft, war zunächst die Einschaltung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg vorgesehen. Die Entscheidung wird am 23. Februar bekannt gegeben.

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