Baerbock in Usbekistan: Hier geht der Außenministerin das Erz auf | Politik

Außenminister von Usbekistan |

Hier nimmt Burbok das Erz

Drei Tage, drei Städte, zwei Länder – und in Münster geht es richtig los.

Wenn Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) am Mittwochabend zum G7-Gipfel in Münster landet, hat sie eine solide Agenda hinter sich.

▶︎ Der Wochenstart war mit seinem Antrittsbesuch in Kasachstan und Usbekistan eng geplant und stand ganz im Zeichen der florierenden Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und Zentralasien.

nach Kasachen Usbeken wollen auch die Geschäftsbeziehungen zu Deutschland vertiefen.

Er war kaum zu übersehen: Von der Landung bis zum Start wurde Burbok vom usbekischen Außenminister Vladimir Norov (67) begleitet. Sie verließ ihn nur kurz, als sie ins Frauenhaus ging, wo Männer keinen Zutritt hatten.

Berbok mit dem usbekischen Außenminister Vladimir Norov (67) in Taschkent

Berbok mit dem usbekischen Außenminister Vladimir Norov (67) in Taschkent

Foto: IMAGO/photothek

Blumensträuße wurden ihr geschenkt, wann immer sie konnte, und sie reiste weit, die neu gepflanzten Rabatten schienen zufällig in deutschen Farben zu blühen. Auch die mitreisende Wirtschaftsdelegation sprach von der Gastfreundlichkeit der Usbeken.

Teilweise bot sich den Beobachtern ein widersprüchliches Bild: Der Außenminister der Grünen, Berbok, steht am Rande der Kalmakyr-Mine in Usbekistan. Wenn Ökologen von „Ausbeutung der Erde“ sprechen, meinen sie solche riesigen Krater. Hier rief niemand “Lutzi bleibt”.

Das Bergwerk ist 4,2 Kilometer lang, 1,7 Kilometer breit und 600 Meter tief – bis zu 300 Millionen Tonnen Erz können hier jährlich abgebaut werden. Burbok fragt, um welche Minen und welche Firmen es sich handelt. Die Antwort dürfte für den Minister ernüchternd sein: keine Deutschen.

Die Mission von Beerbock ist es, das zu ändern.

Während zu Hause Die Unterstützung für die Grünen schwindet und sein Parteikollege, der Wirtschaftsminister Robert Habek (53) wurde heftig kritisiertversucht Baerbock neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen. “Sehen Sie, die Grünen können das auch anders”, sagte er zu den mitreisenden deutschen Geschäftsleuten.

Berbok befindet sich in der Registan-Liste des Weltkulturerbes in Usbekistan

Berbok befindet sich in der Registan-Liste des Weltkulturerbes in Usbekistan

Foto: Fabian Sommer/dpa

Norow zu BILD: „Wir wollen deutsche Maschinen für die Landwirtschaft bringen, wir brauchen mehr Werkstätten, wir haben große Bodenschätze, wir wollen mit den Deutschen im Bergbau zusammenarbeiten.“ Der Protest der Grünen gegen den Bergbau in Deutschland ist für ihn kein Problem: „Das höre ich heute zum ersten Mal! … Um den Umweltschutz muss sich niemand Sorgen machen, denn: „Züge im Bergwerk fahren mit Strom – 200 Kilometer!“

Grün zu sein bedeutet natürlich nicht, die Umwelt zu schonen.

Bundestagsabgeordneter Robin Wagener (42, Grüne), der mit ihm zu BILD ging: „Wir haben in allen Verhandlungen das Interesse an einer engeren politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der EU deutlich gespürt.“

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